Blumen für Piskarewka-Gedenkfriedhof – Gedenken an Blockade Leningrads

In der Berliner Botschaft der Russischen Föderation fand am 8. September 2026 eine ganz besondere Veranstaltung statt. Das Datum wurde bewusst gewählt. Erinnert dieser 8. September doch an den 8. September 1941, als vor 85 Jahren die Hungerblockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht begann. Über eine Millionen Leningrader haben diesen Überfall mit ihrem Leben bezahlt. Davon mehr als 500 000 Menschen, die durch Hunger und Kälte dahinsiechten. Nach 872 Tagen, am 27. Januar 1944 konnte der Blockadering durch die sowjetische Rote Armee endgültig durchbrochen werden

Piskarewka, ein Ort der Trauer und Erinnerung

Der Friedhof Piskarewka in Leningrad, heute St. Petersburg, erinnert mit seiner besonderen Gestaltung an die nahezu eine Millionen Opfer der faschistischen Blockade, die hier in würdigen Massengräbern ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Angesichts dieses beeindruckenden Gedenkfriedhofes entstand in der Berliner „Gesellschaft für deutsch-russische Freundschaft e. V.“ die Idee, einen dauerhaften Fond aufzulegen, dessen Mittel eingesetzt werden für:

  • Opfer der Blockade, unabhängig von ihrer religiösen Bindung oder ethnischen Herkunft
  • Die Pflege der Denkmalanlage Piskarewka
  • Die Bewahrung der Erinnerung an die Blockade

Im Rahmen einer Ausstellung über die Blockade Leningrads in Berlin konnte der Berliner Verein 3200 Euro sammeln. Dazu hat auch die Großspende einer Frau beigetragen, die 872 Euro beisteuerte. Für jeden Blockadetag einen Euro! Ergänzt wurde die Spende durch den Verein Deutsch-Russische Friedenstage Bremen mit 400 Euro. Weitere 400 Euro kommen von den Deutsch-Russischen Festtagen aus Berlin. 

Empfang bei Botschafter Sergei Netschajew

So konnte am 8. September ein erster Schenk mit 4000 Euro an die russische Botschaft übergeben werden. Empfangen wurden die Spendenüberbringer von Botschafter Sergei Netschajew. Dieser brachte seinen Dank für diese Geste der Erinnerung und die konkrete Unterstützung der Piskarewka-Gedenkarbeit zum Ausdruck. Zur besonderen Freude aller Veranstaltungsteilnehmer konnte eine Überlebende der Leningrader Blockade begrüßt werden. Valentina Hantke war 7 Jahre, als die Blockade endete. In der Botschaft wurde sie mit einem großen Blumenstrauß und den besten Wünschen für ein langes Leben geehrt.

Ihr Leben ist uns Mahnung.

Hier finden Sie das Spendenprojekt Blumen für Piskarewka

Torsten Rexin spricht über Beweggründe

Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Gesellschaft Deutsch-Russische Freundschaft, Torsten Rexin, formulierte in seiner Rede: „Es ist uns wichtig, dieses Zeichen der Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu setzen. Mit dieser Geste machen wir dies den Menschen in Russland sichtbar.

Und wir machen damit auf einen weiteren wichtigen Umstand aufmerksam. So sehr sich einige politische Akteure auch bemühen, die Brücken zwischen Deutschland und Russland einzureißen, es kann ihnen nicht gelingen. Die kulturellen, wirtschaftlichen, historischen und menschlichen Beziehungen zwischen unseren Völkern leben in den Erinnerungen und Herzen fort. Hier sind alle Brücken vorhanden!“

Text: Redaktion

Abbildung v.l.n.r.: Botschafter S. Netschajew, V. Hantke, T. Rexin

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Alexander

    Ihr übernehmt die Verantwortung für den es der Bundesregierung an Mut mangelt, bravo!

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